Andreas Patschky:               

 

Baubericht über einen Wasserstoffwagon für Spur 0

 

POWERSTOFF  MIT  WASSERSTOFF  FÜR  SPUR  NULL

 

Hallo Freunde der Spur Null, 

Heute möchte ich (immer noch Amateurklasse) mal meinen Bau eines Güterwagons für Wasserstoff  hier vorstellen und beschreiben, wieder kein Messingmodell (Nur ein Teil davon).

Auslöser der ganzen Bauaktion war ein schwarz weis Foto was mir ein Freund zugeschickt hat mit dem Hinweis, das wäre doch mal wieder ein Exot für mich, als ich dies Bild sah, war ich sofort begeistert und hab angefangen im Netz nach Infos zu suchen, leider ist darüber sehr wenig bekannt, außer das der Wagon bei der Firma Franz Kaminski in Hameln hergestellt wurde, hab da auch ein Datenblatt, weis aber nicht ob ich das öffentlich hier verwenden darf, einfach mal selber im Netz danach suchen.

Nun aber zum Baubericht.

 Als Tragwagen (Fahrwerk) wurde kurzer hand ein 4achsiger Lima Gastransportwagon auserkoren, und dessen Aufbau demontiert, Fahrgestell und Drehgestelle passen, aber an dem Fahrwerk sind einige Änderungen zu erledigen, vor den Flanschen müssen die dreieckigen Griffe abgeändert werden, am Wagonende  muss eine kleine Plattform erstellt werden ca. 2cm lang und die Breite des Fahrwerks, ich hab dies als Riffelblechverkleidung dargestellt mit 2 kleinen Rangiergriffen und 2 Rangiertritten versehen, zusätzlich kommen Federpuffer, Schraubkupplungen und Bremsschläuche noch an das Fahrgestell, auch die Kunststoffachsen wurden gegen passende  Metallradsätze getauscht, Bremsumlenkhebelimitationen sind schon an dem Fahrgestell, das diese so nicht richtig angeordnet sind weis ich, hab ich aber gelassen – da es mich nicht sonderlich stört, kann später immer noch mal geändert werden.

Fahrwerk (Stammt von einem Lima Gaskesselwagon):

Noch ein paar Probeläufe durchgeführt, und nachdem das Fahrwerk problemlos alles befahren hat, hab ich erst mal alles matt Schwarz gespritzt und trocknen lassen.

Jetzt geht es an den Aufbau mit den beiden Tanks:

 Nach langem Grübeln und einigen Versuchen die beiden 12 m³ Tanks nachzubilden, Versuche mit Zigarrenröhrchen, Kunststoffrohren würden funktionieren, aber wo bekomme ich die Flansche und Kappen her, da hat mir mein Freund H.P. Weigel mal schnell aus der Patsche geholfen und mir die beiden Tanks (Durchmesser 3cm, Länge ohne Flansch 23,5cm, Flansche Stärke 2*2mm) erstellt mit den Kappen und Flanschen, Peter hiermit nochmals ein herzliches Danke Schön. Sollte jemand an diesen Teilen Interesse haben, scheut Euch nicht Hr. Weigel zu kontaktieren, er hilft da bestimmt weiter – hat ja auch einen Modellbahn Zubehörshop.

Nachdem ich die beiden Tanks hatte, musten diese noch zusammengebaut werden, die Flansche erhielten die Verschraubungen, an der Oberseite wurden Überdruckventile nachgebildet, beide Tanks bekamen seitlich 3*3 mm Messingwinkel angeklebt und dann wurden diese auf eine 1mm Polystyrolplatte zu einer Einheit verklebt.

 

 

Nachdem alles auf dem Fahrgestell probegelegt wurde und zumindest für mich der Gesamteindruck gepasst hat, wurde der Aufbau grau lackiert.

 

Jetzt kommen noch die restlichen kleinen Zurüstteile an das Modell, wie Tafel, Lasthaken an den Flanschen, Manometer, Seilhaken, kleine farbliche Tüpfchen wie an den Flaschen und den Seilhaken runden das Gesamtbild positiv ab.

 

Zu gutem Schluss erfolgt noch die Beschriftung, welche ich mir wie immer von Hr. Nothaft www.modellbahndecals.de herstellen lies, Qualität und Preis Leistungsverhältnis einfach Top.

Hier noch die Bilder des fertigen Wagons.

 

 

 

Wem es gefallen hat und jetzt auch Lust auf Nachbau dieses Typs hat, der kann sich ruhig dran versuchen – solche Exoten bringen meiner Meinung erst Leben auf die Modellbahn, sollten noch Fragen sein, einfach melden, meine Kontaktdaten stehen ja im Mitgliederverzeichnis. Also ran ans Planen und Bauen - es klingt schwieriger als es ist, konstruktive Kritik ist jederzeit erwünscht, Man(n) lernt ja nie aus. 

Wer mit meinem Bericht dennoch nix anfangen kann – 3 mal den Kopf schütteln, ein Tässchen Baldrian Tee soll auch helfen, und einfach weiterblättern.

Mit kollegialen Grüßen aus Bayern

an alle Nuller

 

Andreas Patschky

 

 

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